Seit bereits 28 Jahren veranstaltet Kornkraft eine Bio-Messe in Huntlosen
An diesem Sonntag zeigte sich dem Besucher jedoch ein unerwartetes Bild. Bunte Schmetterlinge ließen sich zwischen den Bäumen und Messeständen entdecken, wenn auch nur aus Papier – als Zeichen für das Engagement von Kornkraft für mehr Biodiversität und ihren unermüdlichen Einsatz gegen das Artensterben.
Zusammen mit dem Bündnis „Enkeltaugliche Landwirtschaft“ startet der Bio-Großhändler Kornkraft die Initiative „Werde Teil eines Schwarms“. Die Besucher wurden aufgefordert, Schmetterlinge zu malen oder fotografieren und hier hochzuladen https://enkeltauglich.bio/lepidoptera/ . Jeder kann sich beteiligen.
Die bunten Schmetterlinge waren ein Teil der Nachhaltigkeitsausstellung von Kornkraft. „Hier stellen wir unsere 12 Schritte auf dem Weg zur Klimaneutralität vor“, so Sabine Schritt, Mitbegründerin des Naturkost-Großhandels. „Seit Beginn unseres Wirtschaftens vor über 45 Jahren versuchen wir Ökologie und Ökonomie zusammen zu denken. Die Herausforderungen werden immer größer in Angesicht des rasanten Klimawandels.“ So sehen die Gründer und Nachfolger von Kornkraft es als ihre Aufgabe, als Unternehmer mit gutem Beispiel voran zu gehen. Ein toller Erfolg war die Überreichung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für 2026.
Der Bio-Großhändler Kornkraft Naturkost konnte am 26. April, 450 Fachbesucher aus Bioläden und Gastronomie in Huntlosen begrüßen. Als Bio-Messe im Nord-Westen ist die Messe ein interessanter und wichtiger Treffpunkt für alle Fachhändler, sich über Innovationen und Trends zu informieren. Die Kornkraft Messe bringt regionale und bundesweite Akteure des Naturkost-Fachhandels zusammen. 95 Aussteller aus ganz Deutschland und Besucher treffen sich bei guter Stimmung zu einem inspirierenden Austausch.
Bio schafft Arbeit für KMU
Die nun vollständig vorliegende neue Studie von der Humbold-Universität, zeigt bundesweit das volle Ausmaß des Strukturwandels im Lebensmittelsektor: Während große Industrieunternehmen Marktanteile und Kapital auf sich konzentrieren, verschwinden KMU und Handwerksbetriebe dauerhaft aus dem Sektor. Seit 2002 ist die Zahl der Unternehmen in der Lebensmittelverarbeitung um 44 Prozent gesunken, in handwerklich geprägten Branchen wie Bäckereien, Mühlen und Fleischerei sogar um bis zu 60 Prozent. Mit ihnen gehen regionale Wertschöpfung, Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze und handwerkliche Kompetenz verloren, was weitreichende Folgen für Versorgungssicherheit und Resilienz, insbesondere im ländlichen Raum, mit sich trägt.
„Wer Versorgungssicherheit ernst nimmt, muss Vielfalt im Markt sichern. Das gelingt nur durch die konsequente Förderung regionaler Wertschöpfungsketten“, so Jochen Schritt im Gespräch mit der Politik. Dabei verweist er auf den Erfolg der Bio-Land-und Lebensmittelwirtschaft, die mit 380.000 Beschäftigten für eine zukunftsfeste Ernährungssicherheit sorgt, aber nur wenn die Vielfalt in ihren Strukturen erhalten bleibt.