Umweltmanagement - EMAS

Die jährliche Umwelterklärung gehört für uns seit 2010 zur Routine. Trotzdem sind die letzten Jahre ganze besondere: die Auswirkungen des Klimawandels sind beherrschendes gesellschaftliches und politisches Thema. Die Warnungen des Welt-Klimarates haben auf allen Ebenen die Notwendigkeit des gesellschaftlichen Handelns deutlich gemacht. Der „Sonderbericht über Klimawandel, Desertifikation, Landdegradierung, nachhaltiges Landmanagement, Ernährungssicherheit und Treibhausgasflüsse in terrestrischen Ökosystemen“ des IPPC von 2019 schildert drastisch die Folgen und Wechselwirkungen zwischen diesen Komponenten, wenn wir das 1,5 ° Ziel nicht erreichen.

Dürrezeiten wechseln sich mit Starkregenperioden ab, Durchschnittstemperaturen steigen seit Jahren, ein Umlenken unseres gesellschaftlichen Handelns wird von Jahr zu Jahr drängender. Das bedeutet auch für uns ein noch stärkeres umweltpolitisches und gesellschaftliches Engagement. So sehen auch wir bei Kornkraft es als vordringliche Aufgabe an, alle möglichen Schritte im Unternehmen zur weiteren CO2-Minimierung zu gehen. Dabei spielt der Ausstieg aus der fossilen Energieerzeugung eine zentrale Rolle. Intelligente Lösungen sind gefragt: Energie sparen, Energie selber erzeugen und Energie effizient nutzen, um klimapositiv zu werden. Wir sehen in der Zielverfolgung zum 1,5 °-Ziel eine wesentliche Verantwortung der Wirtschaft.

Der Gründungsimpuls von Kornkraft entsprang dem Wunsch, eine nachhaltige und umweltschonende Wirtschaftsweise zu fördern und voranzubringen. Von Anfang an haben wir ökologische und soziale Aspekte in unternehmerische Entscheidungen einfließen lassen und so Verantwortung übernommen. So war es für uns z.B. selbstverständlich, schon 1998 als einer der ersten Gewerbebetriebe auf Ökostrom umzustellen.

In diesem Zusammenhang ist EMAS seit seiner Einführung bei Kornkraft im Jahre 2010 ein folgerichtiger Schritt im Engagement für Klima- und Ressourcenschonung und schärft das bereits bestehende Bewusstsein für umweltrelevante Prozesse und Verhaltensweisen.

Unser Antrieb war noch nie das Streben nach Profit. Wirtschaftlicher Erfolg geht bei uns schon immer einher mit der Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt. Unser Wirtschaften und die Produkte unseres Handels beinhalten eine der nachhaltigsten Faktoren überhaupt, denn Kornkraft handelt ausschließlich mit Bioprodukten. Die Produkte stammen aus 100 % ökologischem Anbau, eine der wirkungsvollsten Maßnahmen zum Umwelt- und Ressourcenschutz. Viele drängende Probleme werden durch den Biolandbau gelöst oder minimiert, wie z.B. Artenrückgang, Verlust des Humus und der Ackerböden, hoher Energieverbrauch durch Erzeugung von Stickstoffdüngern, Einschränkung der Sortenvielfalt, Verschmutzung des Trinkwassers. Biolandbau fördert die Kohlenstoffspeicherung im Boden, emittiert auch weniger CO2 bei der Produktion, erhält und fördert die Biodiversität. Unsere Hauptaufgabe sehen wir darin, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die ökologisch bewirtschafteten Flächen in unserer Region und weltweit ausgeweitet werden können, indem wir uns für die Vermarktung ökologisch erzeugter Lebensmittel einsetzen.

Selbstverständlich halten wir auch die sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeitsaspekte immer im Blick. Zukunftsfähiges Wirtschaften bedeutet für uns, mit unserem Handeln zu einer starken Region beizutragen und deren nachhaltige Entwicklung zu fördern.

CO2-positiv bis 2025
Ein zentrales Ziel von Kornkraft ist es, bis 2025 als Unternehmen CO2-positiv zu wirtschaften inklusive einer CO2-neutralen Eigenlogistik. Seit 2014 ist Kornkraft bereits am Standort CO2-neutral. Unser Ziel ist es, in den Bereichen Scope 1 und 2 die CO2-Emissionen bis 2025 soweit wie möglich zu reduzieren und übrig gebliebene Emissionen auszugleichen. Der größte Emittent ist unsere Eigenlogistik, hier wurde und wird weiterhin die LKW-Flotte auf regenerative Treibstoffe umgestellt. Bei unserer Zielsetzung bis 2025 ist die Anlieferungslogistik nicht eingeschlossen. Einige Maßnahmen werden wir auch aus dem Bereich Scope 3 angehen, z.B. wollen wir die Emissionen der Mitarbeiterwege zur Arbeit durch Anreizmaßnamen reduzieren.

Kornkraft-EMAS-Ziele orientieren sich an Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen
Im Jahr 2015 hat die Weltgemeinschaft die Agenda 2030 verabschiedet. Die Agenda ist ein Fahrplan für die Zukunft. Mit der Agenda 2030 will die Weltgemeinschaft weltweit ein menschenwürdiges Leben ermöglichen und dabei gleichsam die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahren. Dies umfasst ökonomische, ökologische und soziale Aspekte. Alle Staaten sind aufgefordert, ihr Tun und Handeln danach auszurichten.
Die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030, die Sustainable Development Goals (SDGs), richten sich an alle: die Regierungen weltweit, die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft und die Wissenschaft.

So haben auch wir uns entschieden, uns in der Umsetzung unserer unternehmerischen Nachhaltigkeitsziele in der Darstellung auf die UN-SDGs zu beziehen und so zu gewährleisten, dass die unterschiedlichen Nachhaltigkeitsaspekte mit Bezug auf das unternehmerische Handeln umfassend und ganzheitlich berücksichtigt werden.

Gesundheitsschutz für Mitarbeiter
Auch das Jahr 2021 war weiterhin sehr durch die Corona-Pandemie geprägt. Für uns stand die Gesunderhaltung und der Schutz unserer Mitarbeiter vor Erkrankungen im Vordergrund. Weit über gesetzliche Vorgaben hinaus und frühzeitig wurden Maßnahmen ergriffen, die dazu führten, ein sehr niedriges Infektionsgeschehen und einen großen Schutz für unsere Mitarbeiter zu gewährleisten. Es wurden Home-Office-Arbeitsplätze eingerichtet, neue Bereiche für die Büro-Arbeitsplätze eingerichtet und somit mehr Platz und größere Abstände geschaffen. Zur Verbesserung der Atemluft wurden Luftreiniger installiert und die Luftumwälzung der vorhandenen Lüftungsanlage erhöht.

EMAS als wirksames Management-System
Für Kornkraft ist das EMAS-Umweltmanagementsystem in mehrfacher Beziehung ein integraler Bestandteil der Unternehmensentwicklung. EMAS ist zu einem Managementsystem geworden, in das andere im Unternehmen genutzte Kontroll- und Steuerungssysteme eingegliedert werden. Es wird von allen Abteilungen und Mitarbeitern im Unternehmen aktiv gelebt und mitgestaltet. Die Umwelterklärung ist immer wieder ein Anlass für die intensive Beschäftigung mit unseren Zielen und deren Umsetzung, ganz im Sinne des von EMAS angestoßenen kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.

Wir verpflichten uns klar zu nachhaltigem Handeln – und zwar in jeder Hinsicht. Das bedeutet, dass wir bei allen Unternehmensentscheidungen ihre kurz- und langfristigen Auswirkungen auf Ressourcenverbrauch und Umweltbelastungen berücksichtigen. Dabei nehmen wir die Bedürfnisse heutiger Generationen genauso in den Blick wie die zukünftiger.

Hier finden Sie weitere Details zu unserer Umweltpolitik .

Mit der vorliegenden Aktualisierung unserer Umwelterklärung schreiben wir die Daten für das Berichtsjahr 2021 fort (Hier finden Sie einen Auszug aus unserer Umwelterklärung 2022..

Wenn Sie Interesse an der Auswertung der Kernidnikatoren zu unserer wirtschaftlichen Tätigkeit haben oder unsere aktuellen Umweltzielen kennenl lernen möchten, sprechen Sie uns an: michael schmitz@kornkraft.com

Seit dem 27. August 2010 sind wir im EMAS-Register unter der Nummer DE-161-00026 eingetragen.